Allgemeine Informationen
Das seit 2004 nach DIN ISO und durch die deutsche Krebsgesellschaft zertifizierte und rezertifizierte Mammazentrum besteht aus einem interdisziplinären Bereich, in dem die Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Gemeinschaftspraxis für Pathologie mit der Abteilung für Brusterkrankungen (= Senologie) zusammenarbeiten und alle Leistungen anbieten, die ambulant durchführbar sind. Die stationäre Behandlung erfolgt in einer eigenen Abteilung für Senologie. Zwischen der Frauenklinik und dem Mammazentrum besteht ein Kollegialsystem. Seit 2009 ist das Mammazentrum Ostbayern Studienzentrum der Kategorie A der German Breast Group (GBG).
Jede achte Frau in der westlichen Welt erkrankt inzwischen an Brustkrebs. Der Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen mit steigender Tendenz. Die gute Nachricht ist: Die Heilungschancen und Überlebenszeiten steigen ebenfalls. Dies gilt vor allem in Ländern, in denen sog. Mammazentren alle Kräfte gebündelt einsetzen, um die Aufklärung, Erkennung und Therapie voranzutreiben. Neben dem Anspruch, eine möglichst moderne Diagnostik und Therapie zu bieten, hat es sich das Mammazentrum Deggendorf zur Aufgabe gemacht, einen offenen Umgang mit dem Thema Krebs zu vermitteln, denn der Krebs betrifft nicht nur die einzelne Frau, sondern auch Partner, Familie und Freunde. Je besser der Mensch „für die Zeit danach“ vorbereitet ist, desto günstiger ist die Prognose.
Verdachtsdiagnose – was nun?
Ein qualifiziertes Team sorgt für eine schonende und rasche Diagnostik und bemüht sich um eine patientenorientierte, ausführliche und verständliche Erläuterung der Befunde bzw. der notwendigen Maßnahmen.
Klinikaufenthalt – so kurz wie möglich
Alle modernen diagnostischen Maßnahmen werden eingesetzt, um unnötige operative Eingriffe zu vermeiden. Auch im Fall einer Operation muss Zeit genug bleiben für sorgfältige Aufklärungsgespräche allein oder mit Angehörigen, für Überlegungen und Entscheidungen oder vielleicht eine zweite Meinung. Im Falle einer Krebserkrankung liegen schon von Seiten der Pathologie nach wenigen Tagen die kompletten Untersuchungsergebnisse vor und ermöglichen eine rasche Therapieplanung.
Wendepunkt
Die modernen Therapien, die im Kampf gegen Brustkrebs eingesetzt werden und zu verbesserten Heilungschancen geführt haben, sind verträglicher geworden und können daher zum größten Teil ambulant durchgeführt werden. Die neu eingerichtete und unter den Gesichtspunkten der Wärme und Geborgenheit gestaltete Chemotherapieambulanz wird von Schwestern geleitet, die sich ausschließlich um die Nöte und Belange der Frauen kümmern. Unterstützt werden sie dabei von Ärzten, Krankengymnasten und einer Psychologin, dem Sozialdienst und einer Beratungsstelle durch die Bayerische Krebsgesellschaft e.V.. Angeboten werden Ernährungsberatung, Schminkkurse und Perückenberatungen für Chemotherapiepatientinnen, Maltherapie und Beratung bei familiärer Krebsbelastung sowie Gespräche für und mit Angehörigen. Seit 2009 stehen den betroffenen Patientinnen zusätzlich speziell dafür augebildete "Breast Care Nurses" (Pflegeexpertinnen für Brustkrebs) zur Seite.
Neuanfang
Nach Abschluss der Therapie beginnt das Leben neu - das Leben mit der Diagnose Krebs. Hier entsteht aber auch die Chance für Veränderungen in der Lebenseinstellung und Lebensführung, die sich positiv auf die Prognose auswirken. Es ist vor allem wichtig, die eigenen Kräfte zu mobilisieren. Selbsthilfegruppen, Hausärzte, Frauenärzte und das Team des Mammazentrums unterstützen alle Betroffenen nach Kräften, auch mit dem Krebs ein lebenswertes Leben zu führen.
Weitere Informationen über uns können Sie unserer Patientenbroschüre entnehmen, die gegen ein Unkostenentgelt in unserer Abteilung erhältlich ist.
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