Hochleistungsmedizin mit Herz
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Neurochirurgie und Interventionelle Neuroradiologie

Die Klinik für Neurochirurgie und interventionelle Neuroradiologie des Klinikums Deggendorf wurde im Jahr 2000 eröffnet und ist die einzige Spezialabteilung dieses Fachgebietes im Bezirk Niederbayern.


Das Operationsspektrum umfasst die gesamte Neurochirurgie von der endoskopischen Bandscheibenoperation bis zur navigationsgeführten Hirntumoroperation mit Ausnahme der funktionellen Stereotaxie (siehe auch Schwerpunkte). Darüberhinaus werden von der Neurochirurgischen Abteilung auch neuroradiologische Interventionen durchgeführt, u.a. der endovaskuläre Verschluß von intracraniellen Aneurysmen (Coiling) oder arteriovenösen Malformationen (Embolisation).

 

Vaskuläre Neurochirurgie und interventionelle Neuroradiologie

  • Behandlung von Hirnblutungen einschließlich der Subarachnoidalblutung und deren Folgen
  • operative und endovaskuläre (interventionell neuroradiologische) Behandlung von Aneurysmen sowie von kraniellen und spinalen Gefäßmalformationen
  • operative und konservative Behandlung intrazerebraler Blutungen
  • Eingriffe bei raumfordernden Hirninfarkten
  • endovaskuläre Behandlung von zerebralen und spinalen Gefäßmalformationen (Aneurysmen, Angiome)
  • präoperative Embolisation von Tumoren im Kopf und Wirbelsäulenbereich

 

Hirntumorchirurgie

  • Navigationsgestütze mikrochirurgische Operationen zur Entfernung hirneigener Tumoren oder ZNS-Metastasen supra- und infratentoriell, ggf. auch mit elektrophysiologischem Monitoring
  • Tumoren der Schädelbasis, der Mittellinie, im Kleinhirnbrückenwinkel und am Hirnstamm
  • Tumoren im Bereich der Sella über den endoskopisch-assistierten transnasal-transsphenoidalen Zugang
  • Endoskopische Fensterung von Zysten im Gehirn oder endoskopische Biopsien von Ventrikeltumoren
  • stereotaktisch geführte Eingriffe und Biopsien

 

Kinderneurochirurgie

  • Operative Versorgung von Fehlbildungen der Wirbelsäule (Spina bifida)
  • Behandlung des Hydrocephalus (Endoskopische Ventrikulozisternostomie oder Liquorshunt-Anlage)
  • Operative Behandlung von Hirn- und Rückenmarkstumoren im Kindesalter
  • Neurochirurgische und neurointerventionelle Behandlung von kindlichen Gefäßmißbildungen im Gehirn
  • Neurochirurgische Versorgung kindlicher Schädel-, Hirn- und Rückenmarksverletzungen
  • Neurochirurgische Behandlung der kindlichen Spastik (z.B. Baclofen-Pumpen)

 

Wirbelsäulenchirurgie

  • Mikrochirurgische Operationen bei zervikalen, thorakalen und lumbalen Bandscheibenvorfällen und Spinalkanalstenosen
  • Endoskopische Entfernung von Bandscheibenvorfällen im Lendenwirbelsäulenbereich
  • Bandscheibenendoprothesen cervikal und lumbal
  • Autologe Bandscheibenzelltransplantationen
  • Instrumentierte Fusionsoperationen (navigationsgestützt) an der gesamten Wirbelsäule (sowohl von ventral als auch von dorsal) einschließlich des kraniozervikalen Übergangs
  • Neurochirurgische Behandlung von Entzündungen (z.B. Spondylodiszitis, CP) und Tumoren der Wirbelsäule
  • bei Fehlbildungen (Meningomyelozelen, tethered cord, etc.)

 

Chirurgie peripherer Nerven

  • Endoskopische und offene Karpaltunneloperationen

  • Operationen anderer Nervenkompressionssyndrome (z.B. Sulcus-ulnaris-Syndrom, Tarsaltunnelsyndrom etc.)

  • Rekonstruktion bei Nervenverletzungen, ggf. mit Transplantation (Plexus-brachialis-Läsionen, Nervendurchtrennungen)

 

Neurotraumatologie

  • Akutversorgung von Querschnittslähmungen durch Wirbelsäulenverletzungen
  • konservative und operative Versorgung von spinalen Traumen und Wirbelsäulenfrakturen
  • neurochirurgische Versorgung von Schädel-Hirn-Traumen
  • Intensivmedizinische Therapie und Neuromonitoring des Hirndrucks

 

Behandlung des Hydrocephalus internus

  • Endoskopische Ventrikulozisternostomien
  • Anlage ventrikuloperitonealer oder ventrikuloatrialer Shunts

 

Neurochirurgische Schmerztherapie und funktionelle Neurochirurgie

  • Trigeminusneuralgie (mikrovaskuläre Dekompressionen / perkutane Verfahren)
  • Spinale DREZ-Läsionen bei Deafferentierungsschmerz (Wurzelausriß / Querschnittslähmung)
  • Implantation von Stimulationssonden
  • Implantation von intrathekalen Medikamentenpumpen (bei Schmerz / Spastik)
  • selektive periphere Denervierung (bei Spastik und Dystonien)
  • sonstige neurochirurgische Schmerzeingriffe (z.B. Chordotomie)
  • CT-/ röntgengeführte Schmerzeingriffe:
    • am Ganglion Gasseri bei Trigeminusneuralgie
    • spinale Facetten- und Wurzelblockaden
    • Sympathikusblockaden
    • CT-gesteuerte Biopsien